Das Ziel einer bespielbaren Stadt ist es, den urbanen Lebensraum erlebbar zu machen und den öffentlichen Raum für den Menschen zurückzugewinnen. Eine moderne Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Struktur und Örtlichkeit als sozialer, gemeinsamer Raum wahrgenommen und durch den Menschen erfahrbar wird.
Das Ziel kann auf mehreren Wegen erreicht werden. In erster Linie geht es darum, den öffentlichen Raum in der Stadt zu nutzen und auf unterschiedliche Art den Bewohnern jenseits der normalen, wirtschaftlichen Nutzung zugänglich zu machen. Ein vorbildliches Beispiel hierfür ist hier die Stadt Griesheim, die das Konzept der bespielbaren Stadt in der jüngsten Vergangenheit umgesetzt hat: Anstatt Kindern isoliert „Spielinseln“ in Form von Spielplätzen anzubieten, wird öffentlicher Raum dazu genutzt, ihn für Kinder (und Erwachsene) durchgehend erspielbar zu machen.
Die Stadt Darmstadt ist in der komfortablen Situation, dass sie –entgegen dem Bundestrend– stetig an EinwohnerInnen gewinnt und daher nicht zunehmend veraltet. Daher ist es an dieser Stelle wichtig, Kindern eine entsprechende urbane Lebensqualität zu bieten. Die Stadt Darmstadt muss sich gleichzeitig ebenso darauf einstellen, dass die Lebenszeit der hier lebenden Menschen steigt und daher auch ältere Menschen das Bedürfnis zur Bewegung haben. Viele Städte reagieren mittlerweile darauf und richten z.B. Mehrgenerationenspielplätze ein. Die Details der bespielbaren Stadt lauten:
-Kinder mit ihren Bedürfnissen als gleichberechtigte MitbürgerInnen in der Verkehrsplanung berücksichtigen
-den öffentlichen Raum kindgerecht zugänglich machen
-den öffentlichen Raum so gestalten, dass Kinder und Jugendliche gefahrlos am öffentlichen Leben teilnehmen können
-Bewegungsräume generationenübergreifend schaffen, d.h. letzlich die Menschen im öffentlichen Raum zusammenführen.