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„Das Verbrechen geschah in Granada, in seinem Granada“

18.07.2011

Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg

Ruinen von Guernica

Diese Worte stammen aus einem Gedicht des spanischen Poeten Antonio Machado. Es handelt von der Ermordung des großen Dichters Garcia Lorca in den ersten Wochen des Spanischen Bürgerkriegs. Am 17.07.1936 hatten einige hohe Militärs den Versuch unternommen, gegen die Spanische Republik zu putschen. Sie konnten sich jedoch nicht überall durchsetzen und so entspann sich ein Bürgerkrieg, der drei Jahre dauerte, zehntausende von Menschenleben kostete und in die falangistische Diktatur des Francisco Franco mündete.

Auf den Tag genau 75 Jahre später, am vergangenen Sonntag, luden die SPD Wixhausen und die Jusos Darmstadt zu einer Veranstaltung, die an diesen Krieg und seine Ideologien, an die Gräuel und die Hoffnung erinnern sollte.

In den Räumen der Begegnungsstätte der DRK Aktiven Senioren Wixhausen ging zunächst Moritz Röder auf die politische und militärische Dimension des Krieges ein. Er stellte die Entwicklung Spaniens bis zum Bürgerkrieg dar, benannte die Konfliktparteien und ihre ideologischen Hintergründe und zeichnete den Verlauf des Kriegs vom gescheiterten Putsch bis zur endgültigen Niederlage der Spanischen Republik 1939 nach.  

Danach nahm Winno Sahm den Faden auf und widmete sich dem reichhaltigen kulturellen Erbe des Bürgerkriegs. Mit eindringlichen Gedichten, Liedern (begleitet von Reiner Jäkel an der Gitarre) und Prosa-Texten Spanischer Dichter ließ er in der Vorstellung der Zuhörer manchen Schrecken des Bürgerkriegs wieder auferstehen. Der Vortrag beschränkte sich jedoch nicht auf Schrecken und Leid, sondern erzählte auch von der Hoffnung und dem Stolz der armen Landbevölkerung und der Spanienkämpfer, die aus allen Teilen der Welt zur Hilfe der Spanischen Republik gekommen waren. Dabei stellte Winno Sahm immer wieder den Bezug zu Diskussionen innerhalb der Deutschen Linken her, für die der Spanische Bürgerkrieg bis in die 1980er Jahre ein entscheidender Bezugspunkt gewesen war. Er verschwieg auch die stalinistischen Säuberungen nicht, die im Laufe des Krieges auf Seiten der Republik stattfanden.

Am Ende zeigte ein kräftiger Applaus der zahlreichen Gäste, dass die Vortragenden den richtigen Ton bei der Vorstellung eines Konflikts gefunden hatten, dessen ideologische Aufladung auch viele Jahre nach seinem Ende noch mitschwingt.



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