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Keine Nazis in Gießen!

18.07.2011

Die Jusos Darmstadt nehmen an Gegendemo teil - massiver Polizei-Einsatz sichert Nazi-Marsch

Jusos vor der Anti-Nazi Demo

Am vergangenen Samstag zeigte sich in Gießen erneut eindrucksvoll, dass ein Verbotsverfahren gegen die NPD unabdingbar ist, als knapp 100 Nazis unter massivem Polizeischutz durch die Stadt marschieren konnten.

Bei trocken-heißem Wetter versammelten sich vormittags hunderte GegendemonstrantInnen an der geplanten Nazi-Route, die bereits in der Nacht von der Polizei abgesperrt worden war. Zweifache Wellenbrecher, Betonklötze, Mannschaftswagen zum Sichtschutz und Polizei in Kampfmonitur (als besonders negativ fielen leider erneut die sog. BFEs auf) sicherten die braune Marschroute ab.

Während ein Teil der Bürgerschaft ein "buntes Fest" in der Innenstadt und somit weit ab vom Demonstrations-Geschehen feiern wollte, kochten gegen Mittag beim anderen Teil die Emotionen an der Strecke hoch, als der Nazi-Zug den Bahnhof verließ und kurze Zeit später am Fuß einer Lahn-Brücke anhielt. Noch in Sicht- und Hörweite wurden die GegendemonstrantInnen Zeuge, warum die NPD eine antisemitische und menschenverachtende Organisation ist. Trotz der rechten Provokationen verhielten sich alle anwesenden BürgerInnen ruhig und zeigten deutlich, was sie von den per Zug aus dem Nirgendwo angereisten Nazis halten. Nix.

Fazit: Jegliche Blockade-Versuche der Gegendemonstranten auf der Nazi-Route wurden von dem massiven Polizei-Aufgebot abgewehrt. Der eine Teil der Bürgerschaft wollte von den Nazis nichts hören oder sehen, während der andere Teil genau danach trachtete. Es bleibt die Forderung im Raum, als bald ein erneutes, ordentlich geführtes Verbotsverfahren der NPD einzuleiten.



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