12.09.2010
Vergangenen Samstag setzten sich die Jusos Darmstadt gemeinsam mit AtomkraftENDE auf dem Luisenplatz gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ein.
Die beiden Jusos Jutta Prohaska und Peter Schnauber betonten, dass man die Bundesregierung mit ihrer "Wünsch-dir-was"-Politik für Großkonzerne nicht durchkommen lassen dürfe. Deshalb sammelten die Jusos die Meinungen der Darmstädter zur Atomkraft auf Postkarten, die nun ins Kanzleramt geschickt werden.
"Die Resonanz auf unsere Meinungs-Postkarten war riesig. Jeder wollte seine Stimme zur Atomkraft abgeben. Daran sehen wir, wie sehr Angela Merkel am Volk vorbei regiert. Die Menschen wollen, dass ihre Meinung zählt und nicht die der Stromkonzerne", sagte Peter Schnauber.
Darüber hinaus verwies er auf die allgemeine Ablehnung der Laufzeitverlängerung unter den Menschen, die sich an der Postkarten-Aktion beteiligten. "Unfassbar, dass bei einer so großen Anti-Atom-Mehrheit, die Bundesregierung genau anders herum entscheidet und unsere Zukunft mit Atommüll belädt."
Denn gerade die ungelöste Endlagerungsproblematik mache den Menschen Angst. Wie schwerwiegend dieses Problem ist, wurde auch in dem von den Jusos organisierten Expertengespräch auf dem Luisenplatz mit Herrn Dr. Liebert von der TU Darmstadt und Herrn Brinker von Greenpeace noch einmal deutlich. Die beiden konnten nur bestätigen, dass die Laufzeitverlängerung nichts mit rationalen, energiepolitischen Entscheidungen zu tun habe.
Dennoch blicken die Jusos optimistisch auf die nächsten Wochen, wie Peter Schnauber erklärt:
"Der öffentliche Druck auf die Regierung ist enorm. Wir müssen jetzt weiter protestieren, bis die Regierung den Ausverkauf unserer Zukunft beendet."
Bei der Großdemonstration nächste Woche in Berlin gibt es das nächste Zeichen.