22.11.2011
Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,
die Jusos Darmstadt schließen sich der Kritik der SPD Fraktion und des SPD Unterbezirkes Darmstadt an und fordern echte Alternativen zur aktuellen Wohnsituation für StudentInnen in Darmstadt.
Mit Empörung fassten die Jusos Darmstadt auf, dass die von der SPD Darmstadt geforderte Beratung im Stadtparlament bezüglich Lösungsvorschlägen zur Bekämpfung der studentischen Wohnungsnot von der grün- schwarzen Regierung abgelehnt wurde.
Ebenfalls zeigen die Jusos für die Aussage von Baudezernentin Lindscheid (Bündnis 90/die Grünen), es gäbe keine aktuelle Wohnungsnot in Darmstadt, keinerlei Verständnis.
Eine derartige Fehleinschätzung der Lage habe ich selten gehört.- „Nach Informationen der Jusos suchen mindestens 1500 StudentInnen eine bezahlbare Bleibe", so Juso Vorsitzender Tobias Reis
Auch der Verweis der Stadtregierung, in der Jugendherberge sei noch Platz frei, sehen die Jusos als Armutszeugnis. „Wer möchte denn bitte 2 Monate in der Jugendherberge wohnen? Und vor allem: Wie soll man sich das auf Dauer bei einer Übernachtungsgebühr von mindestens 24€/pro Nacht leisten?" , fragt sich die stellvertretende Juso Vorsitzende Jutta Prochaska.
Stöbert man auf den einschlägigen Seiten für Zimmersuche im Internet, erblickt sich für jeden doch noch einen Hoffnungsschimmer: 15qm für 150€, 9er Männer WG, alte Villa, mit „Rund-um-sorglos-Paket“, dank Putzfrau. So oder so ähnlich sind die Anzeigen formuliert. Meist wird nur nach männlichen Mitbewohnern gesucht, wen das nicht stört, ruft an. Das es sich dabei um Studentenverbindungen handelt, die neue Mitglieder ködern, steht meist nicht im Text.
Dass dies nahezu die einzige Möglichkeit ist, ist nicht im Sinne der Jusos Darmstadt und sollte nicht im Sinne der Stadt Darmstadt sein.“, äußerte sich der stellvertretende Juso Vorsitzende Oliver Lott.
Auch das neue Studentenwohnheim an der Rheinstraße stellt für die Jusos eine Farce dar. Mieten von über 413€ in sechser WGs, dazu kein funktionierendes Internet.
Die Jusos fordern die grün-schwarze Regierung auf, über Vorschläge der SPD Fraktion eine Diskussion zu führen und weiterhin ernsthafte Alternativen für dieses Problem zu finden!
mit freundlichen Grüßen
Tobias Reis
Vorsitzender Jusos Darmstadt