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Kein Geschichtsrevisionismus in Darmstadt

06.11.2010

Kein Geschichtsrevisionismus in Darmstadt!

Der am kommenden Wochenende stattfindende Rhein-Main Kommers in der Orangerie in Darmstadt empört die Jusos Darmstadt: Man muss sich schon fragen, wie es passieren kann, dass in Frankfurt die IHK ihre Räume nicht für diese Veranstaltung von Studentenverbindungen zur Verfügung stellt, während hier in Darmstadt offene Türen eingerannt werden und ihnen die Orangerie zur Verfügung gestellt wird. Hintergrund der Absage durch die IHK war die öffentliche Diskussion und Empörung, nachdem bekannt wurde, dass auf dieser Veranstaltung auch rechtsgerichte Studentenverbindungen wie die als NPD-Kaderschmiede bekannte Dresdensia Rugia erwartet werden und das auch mit weiteren Burschenschaften zu rechnen sei, die dem Geschichtsrevisionismus frönen.

„Die Orangerie wird durch die Stadt Darmstadt für Veranstaltungen vermietet. Wir erwarten vom zuständigen Dezernenten Dirk Molter (FDP) etwas mehr Sensibilität in der Auswahl seiner Vertragspartner.“ stellt Tobias Reis, Vorsitzender der Jusos Darmstadt, klar.

Empört zeigte sich auch Sophie Riester, stellvertretende Vorsitzende. „Für uns ist klar: Wir werden Flagge zeigen, und uns an dem Aufruf zur Gegendemonstration anschließen. Burschenschaften und rechte Gesinnungsgenossen sind in Darmstadt nicht willkommen, dieses klare Signal werden wir am Samstag in Darmstadt setzen.“

„Wir haben aus dem Kreis der Verbindungen mittlerweile bestätigt bekommen, dass es sicher ist, dass Personen mit rechtsradikaler Gesinnung an dem Rhein-Main Kommers teilnehmen werden. Diese werden zwar nicht auf 100%ige Zustimmung bei ihren Verbindungskollegen stoßen. Aber es wird sie auch niemand an der Teilnahme hindern oder sie auffordern zu gehen. So lange Studentenverbindungen die rechtsradikalen Entwicklungen in ihren Reihen dulden, ist kein Platz für Sie in unserer Stadt.“ gibt Tobias Reis zu bedenken.

 



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