Neues Hotel in Darmstädter Fußgängerzone

Juli 4, 2018 Jusos Darmstadt No comments exist

„Investoren planen neues Hotel in Darmstädter Fußgängerzone […]“, titelte das Echo am 29. Juni über die geplanten Baumaßnahmen eines Investors im ehemaligen Römer-Gebäude in der Ernst-Ludwig-Straße. Auf diesem Areal soll in Zukunft über einer für den Einzelhandel genutzten Fläche ein „Boutique-Hotel“ entstehen. Nur in einem Nebensatz wird auf den „Notfallplan“ des Investors eingegangen, falls der Hotel-Deal nicht klappen sollte, studentisch genutzte Mikro-Apartments einzurichten.

Die Jusos Darmstadt kritisieren dieses Bauprojekt sowie die unkritische Zustimmung der grün-schwarzen Stadtregierung und der Planungsdezernentin.
Laura Loew, Sprecherin der Jusos Darmstadt, erklärt: „Darmstadt liegt unter den Städten mit den höchsten Mietpreisen seit Jahren unter den Top 10. Die knapp 45.000 Studierenden der Darmstädter Hochschulen, junge Arbeitnehmer*innen, Familien mit geringem Einkommen und Geflüchtete sehen sich mit den hohen Mieten und dem knappen Wohnraum konfrontiert. Und anstatt zumindest einen kleinen Schritt in Richtung der versprochenen 10.000 Wohnungen bis 2020 zu gehen, billigt die Stadtregierung jetzt den Bau eines Hotels. Wir fordern angesichts der katastrophalen Lage auf dem Darmstädter Wohnungsmarkt, dass das Gelände in der Ernst-Ludwig-Straße stattdessen für den Bau von Sozialwohnungen und Wohnungen für mittlere Einkommen genutzt wird.“

„Natürlich ist die Belebung der Innenstadt durch den Einzelhandel wünschenswert,“ ergänzt Sebastian Gabele, Sprecher der Jusos Darmstadt, „jedoch sollte die Möglichkeit, in den Stockwerken über der Einzelhandelsfläche Wohnraum zu erschwinglichen Preisen einzurichten, genutzt werden. Dabei darf aber auch der „Plan B“ des Investors, Mikro-Apartments in dem Gebäude einzurichten, nicht unkritisch übernommen werden. Berichte aus anderen Städten zeigen, dass die Mietpreise solcher Apartments in Bezug zu ihrer geringen Wohnfläche unverhältnismäßig hoch ausfallen.“

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